Auch in diesem Jahr konnte der Vereinsvorsitzende Hans-Joachim Thun wieder gut sechzig Gäste begrüßen, die die gemütliche Stimmung im Haus am Heitzhöferbach schätzen. Heinz Jörg aus Okarben ließ es sich nicht nehmen, mit einem Weihnachtsgedicht für einen festlichen Rahmen zu sorgen. Angeheizt durch eine feurige Suppe von Oliver Schmidt und begleitet von einer zünftigen Feuerzangenbowle von Christine Benkmann kamen die Besucher schnell auf die notwendige Betriebstemperatur, die beim Besuch des Wintersonnenfeuers draußen auf der großen Wiese dann auch notwendig war. Denn das regnerische Wetter war alles andere als romantisch und kroch den treuen Besuchern förmlich in die Mantelkragen. Der Feuerstoß, wieder fachmännisch von Andreas Riesner aufgeschichtet, brachte zwar prasselnde Wärme. Er konnte aber über die Ungemütlichkeit und „Schneelosigkeit“ dieses Dezembers kaum hinwegtrösten.
Gitarrenmusik von Hans Susemichel und Hans-Joachim Thun umrahmte dann die Feuerrede, die in diesem Jahr von Gerhard Christian, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Karben, gehalten wurde. In seiner Ansprache erinnerte Christian an einige kulturelle Quellen des Mythos Wintersonnenwende. Er spannte den Bogen von den „dunklen Nächten in nordischen Ländern“ zu ägyptischen, griechischen und römischen Bräuchen bis hin zu „lux mundi“ dem christlichen Gott, der als „Licht der Welt“ gefeiert wurde. Christian erinnerte daran, dass zwar der Winter für Mitteleuropäer seinen lebensbedrohlichen Charakter weitgehend verloren hat, aber trotzdem noch viele Menschen an den Auswirkungen von Dunkelheit und fehlender Lebensfreude zu leiden haben.
In den nachfolgenden Stunden bis Mitternacht saßen viele NaturFreunde-Mitglieder und ihre Gäste noch gemütlich zusammen und tauschten sich aus. Das bereits ausliegende Jahresprogramm 2015 der NaturFreunde Karben gab einen Ausblick auf viele Aktivitäten im neuen Jahr. Interessierte können sich dieses neue Programm von der Homepage der NaturFreunde Karben unter www.naturfreunde-karben.de herunterladen.